Die Einladung des Kaffeewerks der Lebenshilfe Zollernalb im Juli 2018 barg eine Riesenüberraschung für die PIDECAFÉ-Projektassistentin Martina Gröne und Projektkoordinator Hans-Martin Schwarz:

Vor 30 Mitarbeitern verschiedener Weltläden Baden-Württembergs, die alle den nordperuanischen PIDE-Kaffee vermarkten, wurde vom Kaffeewerk den langjährigen PIDE-Aktivisten aus Tuttlingen die Urkunde der Deutschen Röstergilde in Silber für die Spitzenqualität im Rahmen des diesjährigen bundesweiten Verkostungswettbewerbs überreicht.

Silbermedaille Pidecafe
Gilde-Kaffeerösterin Marina Ritter des Kaffeewerks Zollern-Alb, PIDECAFÉ-Projektkoordinator Hans-Martin Schwarz und Betriebsleiter des Kaffeewerks, Patrick Engler (v.l.n.r.)

Der PIDE-Aromatico, der bei der Lebenshilfe Zollern-Alb - auch unter Mitarbeit von behinderten Menschen - endgereinigt und geröstet wird, ist damit zum Aushängeschild des Kaffeewerks und der Weltläden geworden, wie Patrick Engler betonte.

Im Rahmen der Vorführung eines Röstvorgangs erklärte Gilde-Rösterin Marina Ritter, dass die Langzeitröstung bis zu 24 Minuten dauere, um den optimalen Säuregehalt und das beste Aroma zu erzeugen. Wichtig sei aber auch das Ausgangsprodukt, denn aus einem schlechten Rohkaffee könne kein Röster ein gutes Endprodukt erzeugen. Hier ging eines dickes Lob des Kaffeewerks an die peruanischen Kleinbauern und die NGO PIDECAFÉ, die die Kleinbauernfamilien berät und betreut.

Hans-Martin Schwarz erläuterte, dass durch das aktuelle Kaffeebauern-Familienprojekt in 15 Dörfern des Distrikts Huarmaca bis zum Jahr 2019 weitere 700 Familien ihren Rohkaffee zu fairen Preisen über die Kooperative Norandino vermarkten möchten. Dies würde nachhaltig gesicherte Einkommen für diesen Personenkreis von etwa 4000 Menschen bedeuten: „Da müssen wir die Vermarktung des PIDE-Kaffees bei uns natürlich auch weiter vorantreiben“.

Importeur für Deutschland ist die Fairhandelscompany Gepa in Wuppertal, über die das Kaffeewerk den Rohkaffee bezieht.