Der gemeinnützige Verein "Initiative Überleben e.V." aus Bad Urach ist seit 1988 tätig in den Bereichen Entwicklungspolitische Projekte und Fairer Handel.

Die Initiative verbindet globales Denken mit lokalem Handeln. Einmal im Monat findet auf dem Bad Uracher Marktplatz ein Weltwarenverkauf mit fair gehandelten Produkten statt. Darunter natürlich auch Pidecafe - der öko-faire Partnerschaftskaffee aus Peru. Das dahinter stehende Projekt begleitet und unterstützt der Verein von Beginn an tatkräftig.

In zwei Gebieten Nordperus werden durch die Initiative entwicklungspolitische Projekte durchgeführt: Tambogrande und Piura.

Die Infrastrukturprojekte in Tambogrande machten aus einem ehemaligen Elendsviertel einen lebenswerten Stadtteil, in dem aktuell ein Müllvermeidungs- und Verwertungsprojekt im Vordergrund steht. Die gesamte Region ist zwischenzeitlich mit ortsnahen Gesundheitsposten ausgestattet. Jährlich werden Fortbildungen für Mütterclubs zu selbstgewählten Themen finanziert. Die Verbesserung der Lebensbedingungen durch Bildung, Gesundheit und Teilhabe sind auch ein wichtiger Baustein, um Landflucht zu verhindern.

Ernährungs- und Einkommenssicherung sind die Schwerpunkte in der Bergregion nördlich von Piura. Die Gründung und Unterstützung der örtlichen Beraterorganisation PIDECAFÉ ermöglichte zunächst die Beratung und Schulung von Kaffeekleinbauern im ökologischen Anbau und dann in der Vermarktung. Der erste Kaffee war 1998 exportfähig. Beim Kaffeeanbau wurde von Anfang an Wert gelegt auf Mischkulturen mit Früchten und Gemüse zur Schonung der Böden und Sicherung der Ernährung. Durch die Gründung der Bauerngenossenschaft CEPICAFÉ war eine selbstständige Vermarktung gewährleistet. Der Kaffee und weitere Produkte werden zwischenzeitlich weltweit verkauft. Inzwischen ist die Beraterorganisation in abgelegenen Dörfern in der Region Huarmaca tätig. Die Initiative Überleben konnte diese Arbeit in einem ersten Schritt zur Ernährungssicherung mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und anderen Weltläden durchführen. Dabei ging es um Gemüsegärten, Schulbibliotheken, Kochherde, Latrinen, Aufforstung und Ausbildung von Promotoren. Im zweiten Schritt steht die Einkommenssicherung im Vordergrund mit Kaffeepflanzen, Zuckerrohr und Früchten.

Unsere Prinzipien

  • Hilfe zur Selbsthilfe: Die Projekte werden von der örtlichen Bevölkerung vorgeschlagen, getragen und durchgeführt. Vor Ort haben wir eine Nichtregierungsorganisation als Partnerin, die für die Durchführung der Projekte verantwortlich ist. Sie bildet lokale Promotor_innen aus, die das Wissen weiter verbreiten.
  • Unsere Mitglieder arbeiten ehrenamtlich: 100% der Spendengelder fließen in die Projekte.
  • Nachhaltige Entwicklung: Stärkung der ländlichen Regionen durch Infrastrukturprojekte, Gesundheitsvorsorge, bessere Ausbildung und Schaffung von Einkommensmöglichkeiten.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Sensibilisierung der Bevölkerung für die politischen und sozialen Probleme in Ländern des Globalen Südens, deren weltpolitische Zusammenhänge und unsere Verantwortung.

Ihr Kontakt zu uns

Wenn Sie mehr über die Initiative wissen möchten oder eine_n Referent_in für einen Vortrag buchen möchten, können Sie gerne direkten Kontakt mit uns aufnehmen. Zur Finanzierung unserer Arbeit freuen wir uns über Ihre Spende.

Initiative Überleben e.V.
Susanne Sauer, Hans Mauch
Eberleplatz 4
72574 Bad Urach
Telefon: 07125 4744
E-Mail: susa.hama (at) freenet.de

Hans-Martin Schwarz
Steinstr. 54
78532 Tuttlingen
Telefon: 07461 161399